Kannst du denn nicht hören?
Hemisphärenspezifisches Hörtraining nach Dr. Kjeld Johansen / Bornholm

Symptome, die auf Hörprobleme hindeuten

  • kurze Aufmerksamkeitsspanne
  • extreme Ablenkbarkeit
  • Überempfindlichkeit Geräuschen gegenüber
  • flache und monotone Stimme
  • Schwierigkeiten, beim Singen die Melodie zu halten
  • zögerndes Sprechen
  • Hörverzögerungen
  • schlechtes Leseverstehen
  • viele Rechtschreibfehler
  • Verwechslung ähnlich klingender Wörter
  • Verwechslung oder Verdrehung von Buchstaben
  • Probleme, längere Arbeitsanweisungen zu verstehen und umzusetzen

Diese Auffälligkeiten / Schwierigkeiten sind häufig Zeichen einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS)

Was ein Kind nicht richtig hören kann, kann es auch nicht richtig sprechen und schreiben.

Problemlage
5 bis 10 Prozent eines Schülerjahrgangs sind Legastheniker. Für viele Legastheniker trifft zu, dass sie in der Kindheit spät sprechen gelernt haben. Doch auch wenn der Spracherwerb rechtzeitig erfolgte, können wichtige Phasen, z.B. die detaillierte Analyse der Laute, die für das Lesen und Schreiben von größter Bedeutung sind, ausgelassen worden sein. Das Kind kann dann den Unterschied zwischen ähnlichen oder zusammengesetzten Lauten wie p und b, ng und nk nicht heraushören. Wenn diese Laute sich für das Kind gleich anhören, so nimmt es folgerichtig an, dass sie auch gleich geschrieben werden.

Auch andere Kinder haben Lernschwierigkeiten, weil sie Gehörtes nicht effektiv und schnell verarbeiten können. Es fällt ihnen schwer, sich auf die Stimme ihres Lehrers zu konzentrieren, sie lassen sich leicht von Geräuschen ablenken, haben Probleme mehrere aufeinanderfolgende Arbeitsanweisungen zu behalten und sind generell langsam in der Bearbeitung von Aufgaben.

Die oben genannten Schwierigkeiten haben häufig Ihre Ursache in einer Schwäche der Wahrnehmung und Verarbeitung von Gehörtem.

Aktuelle Forschungsergebnisse aus den USA (Galaburda, Tallal, Merzenich) weisen darauf hin, dass viele Kinder mit Sprachproblemen eine grundlegende Schwierigkeit haben, die schnell wechselnden Laute der gesprochenen Sprache aufzufassen und zu unterscheiden.

Die Probleme des Kindes, das nicht in idealer Weise hören kann, können sehr breit gefächert sein. Ob es jedoch in manchen Frequenzbereichen zu gut oder zu schlecht hört, in jedem Fall hat dies zur Folge, dass das Kind allein für das Zuhören eine ungleich größere Anstrengung aufbringen muss als normal hörende Kinder. So kann es geschehen, dass durch diese Konzentration auf das Verstehen des Gehörten ein so großer Teil der Aufmerksamkeit des Kindes beansprucht wird, dass es in anderen Bereichen nicht mehr die geforderte Aufmerksamkeit aufbringen kann. Der damit einhergehenden Überforderung und Frustration entgehen manche Kinder, indem sie ihre gesamte Aufmerksamkeit herabsetzen.

Man kann eine auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsschwäche (AVWS) und auch manche Innenohrschwerhörigkeit (z.B. eine Altersschwerhörigkeit) durch ein Hörtraining positiv beeinflussen. Auf Ihren Wunsch hin überprüfe ich die Hörfähigkeit (Tonaudiogramm, dichotische Sprachaudiometrie, auditive Differenzierung…). Danach wird ein individuell passendes Hörtraining mit CD's und häuslichem Übungsprogramm zusammengestellt. Dieses Hörtraining dient der Überwindung von Schwächen in der auditiven Informationsverarbeitung und dauert mehrere Monate. Etwa alle 2 Monate finden eine erneute Überprüfung und eine dem Fortschritt angemessene Änderung des Übungsprogramms statt.

Über die Kosten dieses Trainingsprogramms informiere ich Sie gerne in einem persönlichen Gespräch.

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